FiBL: Biolandbau reichert Kohlenstoff im Boden an​

Frick – Der Biolandbau bindet mehr Kohlenstoff aus der Atmosphäre in die organische Bodensubstanz als die konventionelle Landwirtschaft. Dies geht aus einer Analyse der FiBL von 74 Vergleichsstudien hervor.

Der Biolandbau bindet mehr Kohlenstoff aus der Atmosphäre in die organische Bodensubstanz zurück und trägt so zur Minderung des Klimawandels bei. Zu diesem Schluss kommt eine Gruppe von internationalen Klimaexperten. Unter der Leitung des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) hat die Gruppe erstmals Daten von 74 Vergleichsstudien aus der ganzen Welt ausgewertet. In diesen Studien wurde organischer Kohlenstoff im Humus von Böden unter biologischer und konventioneller Bewirtschaftung gemessen.

Analyse von 74 Studien

Eine Analyse von 74 in aller Welt erschienenen Studien hat ergeben, dass die Kohlenstoffvorräte in biologisch bewirtschafteten Böden durchschnittlich um 3,5 Tonnen pro Hektar höher sind als in nichtbiologisch bewirtschafteten Böden. Aufgrund von 20 Studien konnten die Forschenden zudem berechnen, dass biologisch bewirtschaftete Böden bis zu 450 kg mehr atmosphärischen Kohlenstoff pro Hektar und Jahr speichern können. Signifikant höhere Kohlenstoffgehalte wurden auch auf Betrieben nachgewiesen, die keine Hofdünger von aussen zugeführt hatten. Dies zeigt, dass Humusmehrung und Kohlenstoffrückbindung in einem geschlossen Betriebskreislauf, wie ihn der Biolandbau anstrebt, sehr wohl möglich ist.

Quelle:
agrarheute.com